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Die Gemeinden handeln! - Für eine lokale Alkoholpolitik


Ein Projekt der Nidwaldner Gemeinden
Zehn Nidwaldner Gemeinden planen eine gemeinsame Alkoholprävention.
Rund 20 Prozent der Bevölkerung trinken gewohnheitsmässig oder sporadisch zuviel Alkohol, darunter auch zahlreiche Jugendliche. Von übermässigem Alkoholkonsum sind meist auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinden betroffen. Sie tragen die negativen Folgen und vorwiegend auch die Kosten. So beispielsweise durch erhöhte Gewaltbereitschaft, Nachtruhestörungen, betrunkene Jugendliche, Vandalismus oder Verkehrsunfälle.

Alkoholpolitik

Zehn Nidwaldner Gemeinden haben zur Erarbeitung einer gemeinsamen Strategie in der Alkoholpolitik sowie zu Massnahmen zur Alkoholprävention zusammen gefunden, Beckenried und Buochs hatten sich schon zu einem früheren Zeitpunkt für ein lokales Projekt entschieden. Die Gemeinde- und Schulräte sind mit je einem/einer Delegierten in der Steuergruppe vertreten. Erfreulicherweise macht in der Steuergruppe auch eine Vertreterin der Obwaldner Gemeinde Engelberg mit, was die Vernetzung des Projektes positiv unterstreicht. Engelberg war eine der ersten Schweizer Gemeinden, welche sich am nationalen Projekt „Die Gemeinden handeln“ beteiligt hatten. Die Gemeinde Ennetbürgen hat sich entschlossen, autonom ihren eingeschlagenen Weg der Präventionsarbeit fortzusetzen.

In Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Gesundheitsförderung und Prävention OW/NW sowie Radix Gesundheitsförderung und koordiniert unter dem Vorsitz des Stanser Gemeinderates Andreas Gander wird nun als erster Schritt eine Bestandesaufnahme vorbereitet. Gestützt auf diese Situationsanalyse werden dann in regionalen oder thematischen Arbeitsgruppen Teilprojekte entwickelt, die in den Gemeinden umgesetzt werden können, erste Projekte können ab 2007 erwartet werden. Für das etwa drei Jahre dauernde Projekt stehen rund 100 000 Franken zur Verfügung, wobei jede politische und Schulgemeinde pro Jahr 1000 Franken beisteuert.

Schweizweit sind unterdessen über 100 Gemeinden an der Erarbeitung einer lokalen Alkoholpolitik. Dass sich mit einer Ausnahme alle Gemeinden eines Kantones zu einem gemeinsamen Projekt in der Alkoholprävention zusammenfinden und sich sowohl die politischen, als auch die Schulgemeinden verbindlich engagieren, ist schweizweit einmalig. Unterstützt werden Behörden und Politiker dabei von den zuständigen Suchtpräventions- und beratungsstellen und Radix.

In den bisherigen Pilotprojekten sind ganz unterschiedliche Projekte entstanden. Während sich in den einen Gemeinden Jugendarbeiter oder die für Veranstaltungen zuständige Behörde besonders engagieren, sind es in anderen Orten Vereine oder das Gastgewerbe. Als Massnahmen werden beispielsweise Handbücher für die Durchführung von Veranstaltungen, Zertifikate für Wirte, welche Alkohol verantwortungsbewusst ausschenken, oder Systeme für die Honorierung von Vorbildverhalten in Vereinen erarbeitet.