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Volksmusikkonzert mit der Brandhölzler Striichmusig
23. Sept. 2017
20:00 - 22:00 Uhr

Ort:
Oekumenisches Kirchgemeindehaus
6362 Stansstad
Preise:
Kollekte am Ende des Konzerts
Kontakt:
Cinzia Andorno
E-Mail:
leone@kfnmail.ch


Die Brandhölzler Striichmusig entzündet in Stansstad ein musikalisches Feuer

Brandheiss. Brandgefährlich. Brandaktuell. So beschreibt sich die fünfköpfige Gruppe aus Ebnat-Kappel im Toggenburg auf ihrer Webseite. Die drei Musikerinnen und zwei Musiker nehmen ihre musikalische Brandmarke ernst und möchten bei der Nidwaldner Bevölkerung die Begeisterung für die Musik rund um den Säntis entfachen.

Für ihre Fahrt könnte die Gruppe den Voralpenexpress benützen, der dieses Jahr das 25jährige Jubiläum feiert, und nach und nach alle Mitglieder der Gruppe an Bord nehmen. Niklaus Frei (Violoncello) wohnt in Engelburg und könnte bereits in St. Gallen zusteigen. Thomas Looser (Hackbrett) und Kathrin Zürcher (Kontrabass) kommen aus Ebnat-Kappel - von dort, wo die Formation vor vierzehn Jahren ihren Anfang nahm – und würden in Wattwil in den Zug einsteigen. Einige Stationen weiter, in Rapperswil-Jona, würde die Gruppe Barbara Kamm (erste Geige) begrüssen und schon fast am Ziel, nämlich in Arth-Goldau, würde die in Schwyz wohnhafte Barbara Betschart (zweite Geige) dazustossen. Alle Musiker zusammen ergeben eine Toggenburger Original Streichmusik, vergleichbar mit einer Appenzeller Original Streichmusik. In Innerrhoden und im Appenzeller Vorderland werden solche erstmals 1874 erwähnt. 2009 gab es im Appenzellerland über ein Dutzend Original Streichmusikformationen, im Toggenburg waren es nur noch zwei.

Musik im Gepäck

Natürlich kommen die Musiker nicht mit leeren Händen nach Stansstad. Unter den bereits genannten Instrumenten ist für Innerschweizer Ohren wohl das Hackbrett das ungewohnteste, obwohl es früher als Tanzmusikinstrument in der ganzen Schweiz bekannt war. Später ist es ausser im Wallis und in der Region um den Alpstein etwas in Vergessenheit geraten. Erst seit den 1970er-Jahren erlebt das Hackbrett in der Schweiz eine Renaissance, und junge Musiker getrauen sich auf dem altehrwürdigen Instrument auch Klassik, Jazz und Rock zu spielen.
Seinen Ursprung hat das Hackbrett in Persien und Assyrien, und von dort aus hat es sich auf der ganzen Welt verbreitet. So gibt es kaum ein Land, in dem das Instrument in der Folkloremusik nicht zum Einsatz kommt.
Klassik, Jazz oder Rock ist von der Brandhölzer Striichmusig nicht zu erwarten. Zu sehr lieben sie die althergebrachten, aber auch neu komponierten Stücke aus dem Toggenburg und aus dem Appenzellerland: Polka, Schottisch, Walzer, Mazurka, Marsch, Zäuerli und Galopp. Das heisst aber nicht, dass die Gruppe dieses Musikgut nicht kreativ, erfrischend und begeisternd weiterentwickeln würde. Die Formation überzeugt mit Spielfreude und reinem Klang und hat diese Qualitäten schon mehrfach in Fernseh- und Radiosendungen bewiesen.

Willi und Marie – Ein Leben ohne Glückspost

Die Striichmusig möchte in Stansstad nicht in erster Linie die traditionelle „Alpstobede“ Atmosphäre erzeugen, sondern vielmehr eine Geschichte (weiter)erzählen. Nämlich die vom urchigen Bauern Willi auf seiner nicht ganz hindernisfreien Reise ins Liebesglück, bis dieser mit Marie eine Frau fürs Leben fand. Das war 2015. Zwei Jahre später fragt sich nun das Quintett, was aus dem vermeintlichen Traumpaar wohl geworden ist. Die Brandhölzler begleiten in der Folge mit traditionellen und neuen "Stöckli" Szenen aus einer Ehe, in der die Herzen nicht immer lüpfig Polka tanzen oder im schlääzigen Dreivierteltakt unterwegs sind, sondern auch mal durch die Achterbahn der Gefühle galoppieren und in entgegengesetzte Richtungen marschieren. Ob sie bei einem andächtigen Zäuerli oder einer tröstlichen Mazurka wieder zusammenfinden?

Rafael Schneuwly, Kulturkommission Stansstad

Brandhölzler Striichmusig