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Kunstausstellung Godi Hofmann: "eine Retrospektive"

8. Sept. 2018 - 30. Sept. 2018

Ort:
Sust
Am Dorfplatz Stansstad
6362 Stansstad
Organisator:
Kulturkommission Stansstad
Kontakt:
Yvonne Huber
E-Mail:
yvonne.huber60@gmail.com


Ausstellung Godi Hofmann „Eine Retrospektive“ in der Sust Stansstad
8. – 30. September 2018
Vernissage Samstag, den 8. September. 17.00 – 19.00 Uhr
Öffnungszeiten an Samstagen von 14.00 – 18.00 Uhr, an Sonntagen von 11.00 – 17.00 Uhr


Künstler und Lehrer

Wo anfangen? Wo aufhören?
Wer sich mit der Biografie und dem Werk von Godi Hofmann (geboren 1934 in Zug, verstorben 2011 in Luzern) beschäftigt, dem wird die Aufgabe nicht leicht gemacht, denn Godi Hofmann ist ein Künstler mit zahlreichen Facetten: Der scharfsinnige Illustrator, der die lokale, nationale und internationale Politik in wichtigen Presseorganen wie der „Weltwoche“ oder dem „Tages-Anzeiger-Magazin“ kommentierte; der historisch interessierte Zeichner für Geschichtsbücher und SJW-Hefte; der Reisende, der mit wachen Augen die Welt durchquerte und mit vollen Skizzenbüchern in die Schweiz zurückkehrte; der passionierte Aquarellist oder der technisch versierte Radierer. Zu grossem Ansehen gelangte Godi Hofmann durch seine Tätigkeit an der Schule für Gestaltung Luzern, wo er von 1962 bis 1999 zwei Generationen von Studenten und Studentinnen in die Kunst des Malens und Zeichnens einführte. Er war ein engagierter Lehrer, der den jungen Menschen nicht nur Fertigkeiten vermittelte, sondern mit ihnen in Freundschaft verbunden war und sie lehrte mit offenen Augen durchs Leben zu gehen und sich auch mit der Literatur zu beschäftigen.

Eine erlesene Retrospektive

In der Sust Stansstad werden ungefähr sechzig Werke, verteilt auf die drei Stockwerke, gezeigt. Die Ausstellungsmacher Silvia Felber – die Lebenspartnerin von Godi Hofmann -, die Zuger Künstlerin Ursula Bossard und der Architekt und Künstler Lars Kordetzky haben sich entschlossen, in Stansstad vor allem Aquarelle, Zeichnungen und Radierungen zu präsentieren. Dazu kommen einige wenige Ölbilder aus den Fünfzigerjahren. Kleinformatige Skizzen und Zeichnungen werden in Vitrinen im Erdgeschoss und im Dachstock ausgestellt. Auf Illustrationen wird verzichtet. Dafür bietet sich die Gelegenheit, dem begnadeten Aquarellisten und auf das Detail fokussierten Radierer Godi Hofmann posthum über die Schulter zu schauen. Bei den Aquarellen lässt sich der faszinierende Weg von den Kritzelskizzen zum schnell gemalten Bild beobachten, hin zum flüchtigen Aquarell, bei dem oft eine einzige Impression im Mittelpunkt steht. Wie bei anderen Künstlern wird auch bei Godi Hofmann die Formsprache mit zunehmendem Alter einerseits freier, andererseits knapper, vermischen sich figurative und abstrakte Motive. Die Farben werden immer luzider, jede von ihnen bekommt eine Form und am Ende ergibt die Komposition der Flecken das Bild. Das Seh-Erlebnis des Künstlers wird zum Seh-Empfinden. Natürlich dürfen in der Sust die berühmten Berg-Aquarelle nicht fehlen, sie bilden aber nicht wie 2011 in der Kornschütte Luzern das Hauptgewicht. Andere thematische Schwerpunkte bilden einige Exemplare der bekannten „12 Katzen“, Orts-Ansichten, die auf den zahlreichen Reisen entstanden sind, sowie oben im Dachstock ausgewählte Horizontbilder. Besonders erwähnenswert sind die Aquarelle, die unter dem Einfluss der Musik des französischen Komponisten Erik Satie (1866 – 1925) gemalt wurden. Und nicht minder interessant sind die Radierungen, bei denen der Künstler meisterhaft die verschiedenen Ätzverfahren anwendet. Es braucht bisweilen sehr gute Augen um die kleinen Details auf den Bildern zu erkennen. Doch wer sich die Mühe macht und sich in die Einzelheiten des Inhalts vertieft, glaubt mit der Zeit die Stimme von Godi Hofmann zu hören, wie er eine seiner fantastischen Geschichten erzählt, mit denen er seine Gesprächspartner tage- und nächtelang zu unterhalten pflegte.

Rafael Schneuwly, Kulturkommission Stansstad

Aquarell Berg. 1993
Aquarell Berg. 1993

Dokumente
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