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Verkehrsberuhigungsmassnahmen



An der Klausurtagung vom 11. Mai 2009 hat der Gemeinderat seine Absichten und Einschätzungen zur Umsetzung von Verkehrsberuhigungsmassnahmen konkretisiert und festgehalten, dass auf Tempo-30-Zonen verzichtet werden soll. Die baulichen und gestalterischen Massnahmen seien zu bevorzugen und auf folgenden Strassen und Plätzen zu prüfen: Bahnhofstrasse, Feldstrasse, Rotzbergstrasse, Seerosenstrasse, Kirchmatte, Kehrsitenstrasse (Bereich Turnhalle), Riedstrasse und Dorfstrasse.
Die mit diesen Verkehrsberuhigungsmassnahmen zu erreichenden Ziele hat der Gemeinderat an seiner Sitzung vom 8. Juni 2009 festgelegt und das Planungsbüro Margadant GmbH, Kriens, mit der Ausarbeitung eines Berichtes beauftragt.

Auf mehreren öffentlichen Strassen in Stansstad sollen Massnahmen realisiert werden, die die Geschwindigkeit von Personen- und Lastwagen reduzieren, damit:
  • Diese Strassen verkehrssicherer werden für alle Verkehrsteilnehmenden, insbesondere die Radfahrenden und die Zufussgehenden.
  • Die Wohngebiete weniger mit Strassenlärm belastet werden.

Diese Verkehrsberuhigungsmassnahmen sollen:
  • Einfach und kostengünstig realisierbar sein
  • Baulich und / oder mittels Markierung oder Signalisierung erfolgen
  • Keine von der Innerortsgeschwindigkeit von 50 km/h abweichende Geschwindigkeit vorsehen, also keine Tempo-30-Zonen
  • Bestehende Erschliessungen von Liegenschaften weiterhin gewährleisten

Im Dezember 2009 hat der Gemeinderat die Bevölkerung Stansstad mit einem Verkehrsberuhigungskonzept über mögliche Massnahmen auf mehreren öffentlichen Strassen des Gemeindegebietes zur Mitwirkung eingeladen. Bis Ende Januar 2010 wurden der Gemeindeverwaltung über 170 Rückmeldungen mit verschiedensten Anregungen und Ideen von Anwohnern, Parteien und Verbänden eingereicht. Der Gemeinderat dankt allen Teilnehmenden für die konstruktiven und unterstützenden Voten.
Bei der Auswertung dieser Rückmeldungen konnte ein klarer Trend Richtung Verkehrsberuhigung mittels Temporeduktionen festgestellt werden, was den Gemeinderat veranlasste, den Entscheid über einen Verzicht auf die Einführung von Tempo-30 nochmals zu überdenken.
 
Massnahmen
An der Gemeinderatssitzung vom 13. September 2010 wurde das überarbeitete Verkehrsberuhigungskonzept mit den nachfolgend aufgeführten Massnahmen verabschiedet.
 
Strasse
Dorfkern
Folgende Strassen grenzen an den Dorfkern; Achereggstrasse, Bahnhofstrassse und Dorfstrasse. Bei den Einfahrten in den Dorfkern soll eine Begegnungszone (Tempo 20) realisiert werden. Die Umsetzung erfolgt erst mit der allfälligen Realisierung des Freiraumkonzeptes Dorfkern.
 
Kirchmatte
Tempo 30 umsetzen.
 
Dorfstrasse
Ab Kreuzung Bürgenstockstrasse bis Gemeindehaus Tempo 30, wenn Freiraumkonzept umgesetzt, im Bereich Dorfkern Tempo 20.
 
Bahnhofstrasse
Teil Dorfkern bis Stanserstrasse Tempo 30 umsetzen Bahnhofareal als Begegnungszone realisieren (Tempo 20); jedoch nur im Bereich des Bahnhofs.
 
Riedstrasse
Tempo 30 umsetzen. Bei der Ausfahrt in Bahnhofstrasse ist eine Markierung „kein Vortritt“ notwendig.
 
Seerosenstrasse
Signalisationstafel „Lastwagenverbot“ anbringen. Tempo 30 inkl. Sackgasse Rotzbergstrasse umsetzen.
 
Feldstrasse
Velostreifen beidseitig ohne Mittellinie (Kernfahrbahn). Anpassung Trottoir (Feldstrasse bis Rotzbergstrasse) gemäss Plan übernehmen.

Rotzbergstrasse
Velostreifen beidseitig ohne Mittellinie (Kernfahrbahn). Bei der Einfahrt Rotzlochstrasse eine Einengung durch bauliche Massnahmen vorsehen.

Kehrsitenstrasse
Vorgeschlagene Massnahmen (vgl. Plan) vor Ort durch ein Provisorium testen. Zwischen Dorfstrasse und Kirchmatte Tempo 30   umsetzen.


Weiteres Vorgehen
Nach Vorliegen der detaillierten Planungen (Verkehrsgutachten, Signalisationsumfang, ...) wird das Projekt durch die zuständigen kantonalen Amtsstellen (Tiefbauamt, Kantonspolizei) vorgeprüft und mittels Verfügung durch die Justiz- und Sicherheitsdirektion Nidwalden öffentlich publiziert.
Die Umsetzung der vorgesehenen Massnahmen ist ab Frühjahr 2012 geplant.
 
Verkehrsberuhigungsplan.pdf (876.4 kB)


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