Weihermattli: Stansstad realisiert Überbauung in Eigenregie
POLITISCHE GEMEINDE STANSSTAD
Medienmitteilung vom 13. November 2024
Stansstad realisiert Überbauung in Eigenregie
Die vorgesehenen Bauträger wollen die Überbauung Weihermattli im Dorfzentrum nicht realisieren. Nun tritt die Gemeinde Stansstad selbst als Bauherrin auf.
Seit rund eineinhalb Jahren ist die Gemeinde Stansstad auf der Suche nach einer lokalen Bauträgerschaft für die Realisierung der Überbauung Weihermattli West im Dorfzentrum (siehe Box). Sowohl die Liberale Baugenossenschaft Stansstad wie auch die Ürtekorporation Stansstad meldeten ihr Interesse an, das Bauvorhaben auszuführen. Nach intensiven Abklärungen zog sich jedoch die Liberale Baugenossenschaft im Frühjahr vom Projekt zurück. Damit blieb einzig noch die Ürtekorporation im Rennen. Allerdings sprach sich die Ürteversammlung am 18. Oktober ebenfalls gegen das Projekt aus.
Gemeinderat hat drei Szenarien diskutiert
«Nach dem Negativentscheid der Ürte hat sich der Gemeinderat Stansstad umfassend Gedanken über das weitere Vorgehen gemacht», sagt Gemeindepräsident Beat Plüss. Drei mögliche Szenarien wurden diskutiert:
- Die Suche nach einem künftigen Baurechtsnehmer wird erweitert. Als mögliche Investoren werden z.B. Pensionskassen oder Dritte angefragt.
- Die politische Gemeinde Stansstad realisiert und bewirtschaftet die Überbauung Weihermattli West in Eigenregie.
- Das Wettbewerbsprojekt wird nicht weiterverfolgt und die Grundstücke Nr. 716 und Nr. 802 werden neu einer noch zu definierenden Nutzung zugeführt.
Nach einer intensiven Diskussion der drei Varianten hat sich der Gemeinderat entschieden, keine neuen Investoren zu suchen, sondern das Projekt selbst zu realisieren. Damit folgt er der Empfehlung des Bau- und Infrastruktur-Ausschusses. «Wir sind nach wie vor von der Qualität des Siegerprojekts «Laurel und Hardy» überzeugt», erläutert Beat Plüss einen der Gründe für den Gemeinderats-Entscheid. «Die bereits getroffenen Abklärungen der Liberalen Baugenossenschaft sowie der Ürtekorporation haben gezeigt, dass eine Realisierung des Bauvorhabens aus wirtschaftlicher Sicht möglich ist.» Zudem sei aufgrund der aktuellen Marktlage das finanzielle Risiko für die Gemeinde Stansstad tragbar.
Kreditantrag im kommenden Frühjahr
Nach dem Entscheid des Gemeinderats müssen jedoch noch zahlreiche offene Fragen geklärt werden. Eine davon ist die Projektorganisation. Beat Plüss: «Wie bereits beim Bootshafen überlegen wir uns die Gründung einer separaten Gesellschaft – zum Beispiel eine Stiftung oder eine Aktiengesellschaft -, die das Projekt realisiert.» Vorstellbar ist, dass sich auch Dritte daran beteiligen könnten. Allerdings müssen die Vor- und Nachteile noch im Detail abgewogen werden.
Bereits im kommenden Frühjahr wird der Gemeinderat der Gemeindeversammlung einen Planungskredit für die Weiterbearbeitung des Projekts unterbreiten. Bis dahin wird auch ein erster Zeitplan für die Realisierung des Bauvorhabens vorliegen.
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Ehemals Werkhof Bis vor zwei Jahren stand auf dem Areal Weihermattli im Stansstader Dorfzentrum der Gemeinde-Werkhof. Nach dessen Verlegung auf das Areal Seepark schrieb die Gemeinde Stansstad einen Architekturwettbewerb für die Überbauung der beiden frei werdenden Parzellen aus. Das Siegerprojekt mit dem Namen «Laurel und Hardy» wurde im Frühjahr 2023 der Öffentlichkeit vorgestellt. Es stammt von der vizo Architekten AG, Bern, sowie der Weber + Brönnimann Landschaftsarchitekten, Bern. Das Projekt umfasst zwei Baukörper. Sie beinhalten Familienwohnungen sowie Räume für stilles Gewerbe. Die ursprüngliche Idee, die Stansstader Gemeindeverwaltung in den Neubau zu verlegen wurde vom Gemeinderat verworfen. |
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Für Rückfragen:
Beat Plüss, Gemeindepräsident
Erreichbar per Telefon 079 218 58 18 oder Mail beat.pluess@stansstad.ch
Medienmitteilung Weihermattli [pdf]