Bauernhaus "Lochmatt"
Dass auf der «Lochmatt» bereits 1612 ein Haus stand, belegt eine Gült aus demselben Jahr. Dieses wurde aber wie 15 andere in Obbürgen 1798 von marodierenden französischen Soldaten in Brand gesteckt. Auf dem Türsturz zum Hoch-eingang ist nebst den Initialen «A» und «I» sowie dem Christusmonogramm auch das Baujahr 1799 des heutigen Gebäudes festgehalten.
Das hochgieblige, dreigeschossige Haus über gemauertem Sockel und mit einem Krüppelwalm besitzt als auffallende Eigenheit, dass das Dach über das zweite Obergeschoss hinuntergezogen ist. Auch die Flugsparrendreiecke unter dem weiten Vordach trifft man bei uns nach dem «Überfall» an Wohnhäusern selten an. Die drei Klebedächer, die übereck gestellten Lichtöffnungen im Giebeldreieck, die seitlichen Lauben und die aus der Fassade heraustretenden Balkenkronen des Blockbaus sind zwar zweckbedingt, bilden aber gleichzeitig auch hübsche Zierelemente. All dies fügt sich zu einem schönen Anblick.